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Wanderung zum Erlkönig in Jena – Ausflugstipp

Wusstest du, dass es eine Statue vom Erlkönig in Jena gibt? In und um die Stadt gibt es viele Wandermöglichkeiten, so auch hier. Warum also nicht mal einen kleinen Ausflug zum Erlkönig in der Lichtstadt planen? Hier sind direkt ein paar Tipps dazu für dich.

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Was ist der Erlkönig

Der Erlkönig ist ein bekanntes Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1782. Es handelt von einem Vater, der mit seinem kranken Kind durch die Nacht reitet und von einem geisterhaften Wesen, Erlkönig genannt, verfolgt wird.

Der Erlkönig versucht das Kind mit Versprechungen zu sich zu locken, während der Vater versucht, es zu schützen. Jedoch stirbt das Kind letztendlich in den Armen des Vaters.

Das Gedicht gilt als eines der bekanntesten und bedeutendsten Werke der deutschen Literatur und wurde vielfach interpretiert und vertont.

Und in Jena wurde dazu auch direkt die Statue errichtet. Der Erlkönig selbst mag zwar eine fiktive Figur sein, aber du kannst ihn also dennoch besuchen.

Blick von der Straße

Warum steht die Statue hier?

Es ist nicht bewiesen, aber es wird gemunkelt, dass dem Gedicht ein Erlebnis in Camsdorf zugrunde liegt. Dabei lief ein Bauer verzweifelt durch die Straßen, um Hilfe für sein todkrankes Kind zu bekommen.

Camsdorf liegt weiter nördlich und du erreichst es übrigens über die B88 innerhalb von 22 Minuten mit dem Auto. (Dort steht auch eine Burg.)

Anfangs gab es die Erlkönig Statue nur in klein und aus Holz, die der Holzbildhauermeister Theodor Wolff 1877/78 für seinen Garten angefertigt hatte.

Inschrift im Sockel des Erlkönigs

Im Jahr 1891 gab der Schlossherr Wolf von Tümpling dann den Auftrag die Steinfigur nach diesem Vorbild zu kreieren und stellte sie 1893 im damaligen Schlosspark auf. Die Statue wurde aus Sandstein vom Jenaer Bildhauer Wilhelm Otto Späte hergestellt.

Der Ort ist gewollt, denn so steht die Statue dramatisch über dem Teich vor der Klufthöhle, die an klassizistische Freilufttheater erinnert. Die Pose wurde auch leicht abgeändert, damit sie gelehrter aussieht und der Erlkönig zeigt außerdem hin ins Saaletal.

Wo steht der Jenaer Erlkönig?

Den Erlkönig findest du in Jena-Nord an einer Fasergips-Felswand am Fuße des Berges Jenzig. Die Straße hierher wurde sogar nach ihm benannt und sie führt von Wenigenjena bis nach Kunitz.

Du kannst entweder auf dem Wanderparkplatz Jenzig oder am Wegesrand der Straße Zum Erlkönig nahe der Statue parken oder mit der Straßenbahn der Linie 2 zur Haltestelle „An der Trebe“ fahren und von dort aus 20 Minuten gen Norden laufen.

Gut zu wissen: Das Gebiet in dem der Erlkönig steht, ist ein Naturschutzgebiet.

Was gibt es hier noch zu sehen?

Abgesehn von der Statue, gibt es noch eine interessante Metallplatte mit mathematischen Rätseln auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Ein Stück weiter den Berg rauf steht noch die Ruine des alten Schloss Thalstein. Es steht schon seit Jahrezehnten leer und ist dem Verfall preisgegeben. Daher kann es auch nicht besichtigt werden. Aber vom Tor hat man trotzdem einen guten Einblick und kann auch bis ins Stadtzentrum sehen.

Vorm Jenaer Erlkönig aus kannst du auch die Wanderwege hoch zum Jenzig einschlagen oder mit deinem Rad den BMX Track nutzen.

Schloss Thalstein hat schon bessere Tage gesehen

Noch mehr Tipps für einen Ausflug nach Jena

graue Statue von hinten gesehen mit gewelltem Umhang


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2 Kommentare

  • Reply
    Jana
    18. August 2023 at

    Hallo Annemarie,
    ich finde es sehr interessant, was du über die Statue alles herausgefunden hast. Ich schreibe eine Seminararbeit über den Erlkönig in der Kunst, Musik und Literatur und würde deinen Blog sehr gern als Quelle nutzen. Allerdings habe ich nicht herausgefunden zu welchem Zeitpunkt du diesen Artikel verfasst hast. Könntest du mir vielleicht das Datum zuschicken, wenn das für dich in Ordnung ist?
    Vielen Dank 😉 viel Spaß noch beim Wandern und mach weiter so!
    Lg Jana

    • Reply
      Annemarie Strehl
      30. September 2023 at

      Hallo Jana,
      Das freut mich, dass dir mein Artikel weiterhilft. Den Artikel habe ich am 19. März 2023 veröffentlicht.

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