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Ausflugsziel Lobdeburg Jena, Thüringen – Tipps für dich

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Jena bietet viele Sehenswürdigkeiten, darunter mehrere Burgen in und um die Stadt. Am bekanntesten ist jedoch das Schloss Lobdeburg im Bezirk Lobeda. Und was viele nicht wissen, es ist Teil eines Satzes von drei Burgen auf einem Hügel! Hier ist die Hintergrundgeschichte und wie man dorthin kommt.

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Wo liegt die Burg Lobdeburg?

Die Lobdeburg Jena (Thüringen) ist gar nicht schwer zu finden. Schon, wenn du von der A4 kommst, siehst du die alte Burgruine auf dem Lobdeberg im Viertel Lobeda Ost.

Etwas verwirrend für nicht Jenaer/Jenenser: Im Süden von Jena gibt es mehrere Viertel, die Lobeda im Namen haben. Das sind: West Lobeda, Ost Lobeda und Altlobeda. Die Lobdeburg kannst du von sowohl Altlobeda als auch Lobeda Ost aus erwandern.

  • Adresse: Lobdeburgweg 25, 07747 Jena

Wie kommst du zur Burg Lobdeburg?

Öffentliche Verkehrsmittel

Jena hat mehrere Bahnhöfe. Der dichteste zur Lobdeburg in Lobeda ist Jena-Göschwitz. Wenn du von Gera, Weimar oder Erfurt kommst, musst du nicht mal umsteigen. Es gibt direkte Linien. Ein Ticket kostet 2,10€.

Direkt am Bahnhof gibt es eine Haltestelle für Busse und Straßenbahnen. Am schnellsten geht es mit der S-Bahn Linie 3 Richtung Lobeda Ost. Steige bei „Platanenstraße“ aus.

Mit dem Auto

Kommst du von der A4 (Richtung Dresden, Erfurt oder Berlin), dann biege in Richtung Lobeda ab (nicht Göschwitz). Du kannst direkt bis zum Restaurant Lobdeburgschenke fahren, dort ist ein Parkplatz. Dann bist du direkt unter der Burg.

Zu Fuß

Es gibt mehrere Wege hoch zur Lobdeburg, je nachdem wie sehr du dich herausfordern willst, ob du lieber über Wiesen, durch Wälder oder die Kalksteinberge entlang wandern willst.

Von Drackendorf aus kannst du vom Stadtpark an der Kirche entlang einen kleine Pfad den Berg direkt hoch zur Lobdeburg laufen.

Von Altlobeda aus folgst du den Schildern, hinter der Schule entlang und der Straße folgend hoch. Entweder du bleibst auf dem asphaltierten Weg oder du nimmst einen der beiden Wege in den Wald. Beide führen zur Lobdeburg.

Der erste ist länger und etwas anstrengender, aber schöner. Der führt dich über mehrere Treppen durch den Wald direkt zum Restaurant.

Auch hinter dem Krankenhaus führen mehrere Wege hoch zu privaten Gärten und dann zu zwei Wege hoch zur Lobdeburg.

Kurz gesagt: du kannst eigentlich nicht viel falsch machen. Die meisten Wege, die nach oben führen, führen dich zur Lobdeburg.

Jenas Lobdeburg im Herbst

Muss man Eintritt zahlen?

Es ist kostenlos. Es gibt keinen Eintritt. Außerdem ist es immer geöffnet.

Was gibt es zu sehen?

Von der Burg ist nicht mehr so ​​viel übrig. Es ist eine Ruine, von der eigentlich nur der Hauptturm größtenteils noch steht sowie ein paar Wandreste. Die Fundamente sind grob sichtbar.

Man sieht sie aber von Weiten und von Dichtem ist sie auch recht interessant, dann du kannst direkt in den Turm gehen und dich umschauen. Eine kleine durchsichtige Plattform wurde extra dafür angelegt.

Wenn du genau hinsiehst, kannst du die Abdrücke der Balken erkennen, die damals die verschiedenen Räume und Etagen hielten. Der Turm selbst bestand mal aus drei Stockwerken und auch die Ecken für Schornsteine sind noch leicht erkennbar.

Da im Laufe der Zeit immer wieder die Steine bröckeln und regelmäßige Renovierungen stattfinden, stehen derzeit Bauzäune um die Burguine in Jena herum. (Auch damit niemand auf die Idee kommt, auf der Ruine herumzuklettern. Das ist nicht ok!)

Wenn du jedenfalls erstmal bei der Lobdeburg stehst, dann kannst du die Ausmaße der ursprünglichen Burg recht gut erahnen. Und die Aussicht über das Tal ist echt nett. Du kannst sogar bis zur Leuchtenburg bei Kahla sehen!

Die Geschichte der Lobdeburg

Was viele nicht wissen, ist, dass es die Lobdeburg gleich Mal gab. Nämlich eine untere, mittlere und obere und alle auf dem Lobdeberg. Davon steht nur noch die mittlere, die weithin als DIE Lobdeburg bekannt ist.

Von der Oberen Lobdeburg sind nur noch wenige Mauersteine ​​übrig, aber man kann sie nicht wirklich besuchen. Die Untere Lobdeburg ist inzwischen vollständig verschwunden und es wurde angenommen, dass sie mal dort lag, wo sich der heutige Markt im Viertel Lobeda befindet.

Und dann gibt es noch das Schloss Lobeda in Altlobeda, was eigentlich gar kein Schloss war. Es ist mehr ein Anwesen. Du erkennst es am mittelalterlichen Look mit den rot-weiß gestreiften Fensterläden und dem runden Turm mit der goldenen Wetterfahne oben drauf.

Auch das „Schloss“ hat im Laufe der Zeit viel durchgemacht. Ursprünglich war es eine befestigte Wohnburg aus dem Mittelalter.

Aber jetzt wieder zurück zu den Lobdeburgen. Die wurden alle drei von den Adligen von Lobdeburg erbaut, die auch die Leuchtenburg in Seitenroda und wahrscheinlich auch die Tautenburg in Dornburg-Camburg errichten ließen.

Das erklärt auch die Sichtachsen, denn die Burgen sollten untereinander „kommunizieren“ und sich gegebenenfalls vor Angriffen warnen können. Das ging damals durch Feuer- und Lichtsignale.

Lobdeburg in Jena im Winter
Lobdeburg in Jena im Winter

Das erste Mal, dass die Lobdeburg Erwähnung fand, war im Jahre 1166. Aber da war sie noch nicht mal fertiggestellt. Das war in 1185. Das macht die Lobdeburg in Jena zu einer frühmittelalterlichen Burg, gebaut im romanischen Stil.

Der Name ist auch nicht sonderlich verwunderlich, denn er wurde von der damaligen Siedlung Lobeda übernommen, deren Name vermutlich vom sorbischen Wort Loiba stammt, was „Wald“ bedeutet. Und so wurden dann auch die ritterlichen Herren genannt.

Es wird angenommen, dass sich durch die Burg die Siedlung weiter ausbaute und dadurch erst Jena wirklich entstehen konnte. Alles dank der Lobdeburg.

Die wurde dann aber im 13. und 14. Jahrhundert erobert und verfiel danach ziemlich schnell. Noch dazu wurden einige der Bausteine mitgenommen, um die Burgau-Brücke zu bauen. Die kannst du auch sehen (und benutzen) und liegt im Stadtviertel Burgau.

Dort hinzulaufen dauert vielleicht eine Stunde. Alternativ kannst du die Bahn 3 oder 5 in Richtung Stadtzentrum nehmen und steigst bei „Alte Burgauer Brücke“ oder „Burgau“ aus.

Aber die Burgau ist nicht nur berühmt, weil sie so leicht sichtbar ist und die Stadtgründung vorangetrieben hat. Nein, natürlich war Goethe hier und hielt das für die Nachwelt fest.

In den frühen 1800er Jahren schaute er mehrmals bei der Burg in Jena vorbei, da er Freunde in Drackendorf regelmäßig besuchte. Und Drackendorf liegt unter der Lobdeburg.

Lobdeburg Restaurant

Wie gesagt befindet sich unterhalb der Lobdeburg die Lobdeburgklause. Hier kannst du von der Terrasse aus über das Tal schauen und dir leckeres Essen und Getränke bestellen. Die Küche ist typisch thüringisch (es gibt Thüringer Klöße und Rouladen!). Sie hat das ganze Jahr über auf.

Du kannst dir also im Sommer eine Erfrischung hohlen und dich im Winter aufwärmen. Ich finde das super. Zur Weihnachtszeit siehst du sogar einen kleinen beleuchteten Weihnachtsbaum neben dem Restaurant auch aus der Ferne.

Weitere Burgen in Jena

Von der Lobdeburg kannst du sogar bis ans nördliche Ende von Jena wandern und ein paar weitere Jenaer Burgen unterwegs besuchen.

Tatsächlich hat Jena einige Burgen und historische Gebäude zu bieten, nicht nur die Lobdeburg. Nach und nach werde ich Artikel dazu hinzufügen, damit du dir selbst ein Bild machen kannst bevor du vielleicht vorbeischaust.

Aber hier mal ein kurzer Überblick:

Ein weiteres Schloss in Jena ist die Kunitzburg am nördlichen Ende der Stadt. Auch hier ist nicht viel übrig außer ein paar alte Wände. Aber der Ausblick ist super.

Dann gibt es noch den Fuchsturm, einer der Sieben Wunder Jenas. Du kannst ihn sogar besteigen.

Weitere Schlösser in der Nähe sind die Dornburger Schlösser, das Schloss Kochberg und das Schloss Molsdorf in Erfurt. Dies sind natürlich nur einige der coolsten Burgen Thüringens.

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