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Schönste Sehenswürdigkeit in Bamberg: Der Vogelsaal im Naturkundemuseum

zwei Fotos, die Glas-Vitrinen mit Vögeln zeigen

Hast du schon mal vom unglaublich schönen Vogelsaal im Naturkundemuseum in Bamberg gehört? In Bamberg gibt es ja viele schöne Sehenswürdigkeiten, aber diese hier ist eher versteckt und ich brauchte ein Jahr bis ich sie für mich entdeckte.

Besonders, wenn du Bamberg nur für einen Tag besuchst, möchte ich dich auf das Naturkundemuseum von Bamberg aufmerksam machen, das meiner Meinung nach der schönste Ort der oberfränkischen Stadt ist.

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Blick von Innenbalkon auf Fossil auf Holzboden
Der Vogelsaal im Naturkundemuseum Bamberg

Wo liegt der Bamberger Vogelsaal?

Das Naturkundemuseum in Bamberg ist ein kleines lokales Museum direkt im Zentrum, um die Ecke vom Maxplatz. Du kannst ihn über zwei kleine Straßen erreichen.

Folge der Fleischstraße vom Maxplatz um die Ecke. Dann siehst du linkerhand einen runden Torbogen mit einem offenen Eisentor. Gehe hindurch und dann siehst du schon eine Steintafel mit dem Museumsnamen und die Eingangstür.

Wenn du an der Tür vorbeigehst, kommst du in einen hübschen Hinterhof, der Teil des Universitätsgeländes ist. Von hier aus gelangst du zur Jesuitenstraße hinter der Kirche St Martin.

Was bietet das Naturkundemuseum Bambergs?

Das Naturkundemuseum in Bamberg ist ein kleines Regional-Museum, was sich mit der hiesigen Geologie und Biologie im Laufe der Jahrhunderte auseinandersetzt. Das große Highlight ist der historische Vogelsaal. Es gibt außerdem wechselnde Ausstellungen in den Nebensäälen.

  • Adresse: Naturkundemuseum Bamberg, Fleischstraße 2, 96047 Bamberg
  • Eintrittspreise (Stand Jan 2024): 3,50 EUR Erwachsene, 2 EUR Studenten/Senioren, 1,50 EUR 6-18-Jährige; Preise können aufgrund temporärer Ausstellungen variieren
  • Nur Barzahlung möglich
  • Geschlossen an Montagen und Feiertagen (Silvester/Neujahr, Heiligabend/Weihnachtstag, Allerheiligen, Faschingsdienstag)
  • Öffnungszeiten: 9 bis 17 Uhr (April – September), 10 bis 16 Uhr (Oktober bis März)
  • Telefon: +49 (0)951 – 8631249
  • E-Mail: nkmb@snsb.de
  • Offizielle Website
Blick von Innenbalkon auf weißen Museumsraum it Vitrinen an den Wänden
Der Vogelsaal im Naturkundemuseum Bamberg

Geschichte des Naturkundemuseums

Das Gebäude des Museums selbst hat schon viele Veränderungen hinter sich.

Einst war es ein Jesuitenkolleg, das auch die Staatsbibliothek Bamberg zwischen 1803 und 1966 beherbergte, die nun in der Neuen Residenz auf dem Domberg zu finden ist.

Im Jahr 1610 zogen die Mitglieder des religiösen Ordens in das ehemalige Karmeliterkloster. Dann wurde 1791 das Gebäude des ehemaligen Jesuitenkollegs zu einem öffentlichen Museum.

Das Museum wurde danach als naturkundliche Sammlung vom Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal von Bamberg gegründet. Zu der Zeit war es weniger ein öffentliches Museum, sondern eher ein Archiv, das Studenten und Professoren diente.

Sein Zweck bestand nicht nur darin, Exponate zu Biologie und Geologie für das Bistum Bamberg zu sammeln, kategorisieren und erforschen. Es ging auch darum, Forschung mit Lehre zu verbinden, was den Standort zu einer erstklassigen Wahl machte, da ja alles schon vorrätig war.

Nach der Auflösung der Universität wurde das Museum neu organisiert, und 1803 pomologische Proben der Sammlung hinzugefügt. Zu diesem Zeitpunkt wurde es in die Lindersche Naturalienkabinettsstiftung umbenannt, da der Benediktinerpriester Dionysius Linder die Sammlungen des Naturkabinetts in Banz spendete und die Leitung übernahm.

Im Laufe der Jahre wurde der Katalog ständig von Nachfolgern erweitert und ist heute Teil der Lyceum Foundation Bamberg.

Bis zum 20. Jahrhundert lag der Fokus auf der weltweiten Biodiversität, der unter der Leitung von Dr. Theodor Schneid auf eine regionale Ausrichtung umgestellt wurde. Er fügte die wichtigste entomologische Regionalsammlung Bayerns hinzu, die etwa 60.000 lokale Insekten umfasst und sich auf größere (Hymenoptera) konzentriert.

Auch heute wird noch Forschung betrieben und die Sammlung stetig erweitert. In den letzten Jahren wurden Proben des Steinbruchs Wattendorf hinzugefügt, darunter die weltweit größte intakte versteinerte Schildkröte aus dem Jura. Das war ein riesiger Fund!

Sammlungen & Ausstellungen

Nun, da du weißt, wie faszinierend und ständig wechselnd die Geschichte des Gebäudes war, will ich über die Bedeutung und den reinen Glanz des Vogelsaals sprechen.

Zunächst einmal handelt es sich um einen der ältesten und schönsten naturhistorischen Säle der Welt. Es ist wie ein kleines Museum in einem größeren Musem und hat eine völlig andere Atmosphäre und Anmut im Vergleich zu typischen Ausstellungen.

Der Saal ist original aus aus dem 19. Jahrhundert erhalten, was ihn einzigartig macht. Er wurde nie modernisiert.

Darüber hinaus macht die Anordnung den Saal weniger zu einem trockenen Lernort für neue Informationen und mehr zu einem Ort, an dem man die Natur direkt aus der Nähe betrachtet und visuell versteht. Und der Fokus liegt besonders auf Vögeln.

Auf diese Weise siehst du nicht nur Tausende von Vögeln in ihrer präparierten Form, die für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Es ist auch eine Geschichtsstunde darüber, wie wohlhabende, wissenschaftlich orientierte Menschen früher ihre privaten Sammlungen präsentierten.

Diese waren nicht nur aufgrund ihres Umfangs unbezahlbar, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass Weltreisen und Importe damals eine große Unternehmung und ein unglaubliches Privileg waren, ganz zu schweigen von dem Platz, um ihre eigenen exklusiven Besichtigungsräume zu schaffen.

Ein halböffentliches Museum mit solchem Prunk zu haben, war äußerst beeindruckend und förderlich für die akademische Forschung.

Die ausgestellten Tiere sind nicht nur aus der Region, sondern es gibt auch Exemplare aus ganz Europa und darüber hinaus zu bestaunen.

Neben Vögeln kannst du auch Fische, Wirbellose, Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Samen und Kristalle betrachten.

Blick auf Infotafel mit Foto von Vogelflug
temporäre Foto-Ausstellung

Themen der Wechselausstellungen

Neben der festen Vogelsammlung und der regionalen Naturausstellung im Naturkundemuseum Bamberg kannst du temporäre Ausstellungen erleben.

Diese können beispielsweise Fotogalerien sein, konzentrieren sich jedoch immer auf Natur und Wildtiere. Im Laufe des Jahres werden zwei bis drei verschiedene und neue Ausstellungen eingerichtet.

Was kannst du im restlichen Museum sehen?

Wie bereits erwähnt, ist der Vogelsaal nur ein Teil des Museums. Der andere Teil führt dich durch verschiedene Phasen und Bereiche der naturhistorischen und geologischen Geschichte der Region.

Auf der Ausstellungsebene findest du viele der 200.000 Sammlungsstücke des Museums aus den Bereichen Geologie, Mineralogie, Paläontologie, Botanik und Zoologie.

Wenn du tagsüber auf dem nahegelegenen Grüner Markt spazieren gegangen bist, hast du vielleicht lokale Produkte zum Verkauf gesehen. Einige davon sind nur lokal gefundene und angebaute Sorten.

Das Museum hat einen Teil für die Erhaltung solcher autochthonen Sorten gewidmet. Du findest Wachsrepliken von lokalen Fruchtproben, von denen viele nicht mehr angebaut werden.

Blick auf weißen Museumsraum it Vitrinen an den Wänden

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