Warum Auckland mir einen gehörigen Schock einjagte + Was es zu sehen gibt

Stellt dir folgendes Szenario vor: Du verlässt ein komplett durchnässend 30°C heißes, sonnengetränktes Hong Kong nach einem abenteuerlichen Aufenthalt. Dann steigst du in ein schrecklich klimatisiertes Flugzeug, ziehst davon noch Schlaf ab. Und dann steigst du wieder hinaus in eine verregnete Landschaft mit arktischen Winden. Mix noch ein paar steile Hügel in das Ganze und man kommt nasskalt schwitzend am Ende des Tages an. Das war meine Ankunft in Auckland. Und ich war ganz und gar nicht bereit für die Auckland Sehenswürdigkeiten.

Aucklands  Sehenswürdigkeiten und warum ich einen Schock bekam - eine Geschichte, die eine Lehre ist für alle Weltreisenden

Von Jetlag und Klimaschock zum Küstenwandern

Und als ob das Ganze nicht schon hart genug für meinen Körper war – wenngleich ich das nicht wahrhaben wollte -, entschied ich mich direkt auf Erkundungstour durchs hügelige Auckland zu begeben. Doch dazu schien ich unfähig. Allein schon die Hauptstraße, Queen Street, entlang zu laufen und so rettete ich mich stattdessen in die nächste Kunstgalerie. Was üblicherweise Begeisterung bei mir nach sich zieht, ließ mich komplett kalt und nach der nächsten Bank suchen (es gab aber nicht sehr viele). Von der Bankjagd erschöpft, schaffte ich es noch irgendwie zurück zum Hostel und schlief dann die nächsten zwei Tage mehr oder weniger durch.

Was für ein Spaß, denkt ihr euch jetzt vielleicht. Nachdem ich mich also entsprechend mental wachgerüttelt und mir eine meiner Zimmerbewohnerinnen geschnappt hatte (denn auch wenn man alleine reist, ist man nie alleine), um mich dazu zu zwingen etwas zu unternehmen und ein paar der Auckland Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, ging es auf eine 5-stündige Extremsightseeing-Tour quer durch Auckland, seine Vororte und entlang der Küste Aucklands. Danach war ich dann voller Energie und bereit für eine Inseltour, aber natürlich musste es anfangen wie aus Kübeln zu gießen und so suchte ich Unterschlupf in der nächsten Bibliothek, nutzte das Wlan ausgiebig und konnte so meinen Online-Aktivitäten nachgehen. Wohl Glück im Unglück.

Keine Touristen und super Skyline

Nachdem ich mein Jetlag besiegt hatte, machte ich mich auf den Weg mehr von Auckland zu erkunden und diesmal in Richtung Mt. Eden, welcher aus Vulkangestein besteht und einen spektakulären Ausblick auf Auckland bietet. Ich habe nie verstanden, warum man in Auckland auf den Tower geht, um die Stadt zu überblicken. Was ist eine Skyline ohne das markanteste Gebäude – denn man steht ja drauf? Und so machte ich Mt Eden ausfindig – und seine Besteigung ist frei von Gebühren sowie Touristenscharen; also perfekt.

Um hierher zu gelangen, kann man den Bus nehmen oder einfach vom Zentrum aus durch die Vorstadt laufen. Der Lauf ist allerdings weniger schön und der Vorort zwischen Highwaybrücke und dem Bergbezirk leider etwas heruntergekommen und wenig einladend. Das schreckte mich aber nicht ab, denn so sieht man einfach mehr von einer Stadt und hält sich fit. Die Bergbesteigung war recht steil, aber doch kurzweilig und der Ausblick es vollends wert.

Aucklands Sehenswürdigkeiten mit besten Ausblicken

Insel-Hopping als die beste Sehenswürdigkeit in Auckland

Auch der Hafen hat gute Einblicke und auch Auckland Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist mit Wynyard Quay ein beliebtes und stylisches Ziel für Feinschmecker und Hipster. Um die Ecke geht es auch zu den örtlichen Fähren, die Überfahrten in die Buchten und zahlreichen Inseln anbieten. Ein echtes Highlight! Wenn ihr mich fragt, hat Auckland an sich nicht übermäßig zu bieten – es war jedenfalls nicht mein Fall -. Aber die Inseln sind wunderschön! Mein Auckland-Geheimtipp ist es, sich eine Kombifahrt zu lösen und sich Waiheke und Devonport an einem Tag anzusehen und eine Fahrt zu sparen.

Waiheke ist unter Weinliebhabern bekannt, was aber mich absolut nicht interessiert hat, denn ich war auf Natur aus und die bekam ich auch. Zerklüftete Felsen, Sandstrände und endlose Muscheln in allen Farben fanden sich neben Klippen mit Windflüchtern. Diese wunderbare Landschaft bestehend aus Stränden und gewunden Straßen und kleinen Villen inmitten eines dichten Waldes erkundete ich zu Fuß vom Landeplatz der Fähre hinüber zum Oneoa Strand und schlussendlich zum Sandy Beach, denn die Busse fahren nicht sehr oft. Dort verabschiedete sich die Sonne und machte Platz für einen ordentlichen Regenguss, weswegen ich dann auch schnell Waiheke meinen Rücken zukehrte.

Devonport ist ein wirklich hübsches Örtchen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen hier meine Rententage zu verbringen zwischen den niedlichen Strand-Cafés und auf alt gemachten Buchläden. Noch dazu gibt es auf dem Berg Victoria ein Schreiberlingzentrum mit dem besten Ausblick auf die Aucklander Skyline. An dem führt es vorbei, wenn man sich den Berg hochkämpft, um dann mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang über der Stadt zu bestaunen. (Vorsicht: es kann extrem windig sein.) Wartet mit der Rückfahrt bis nach der Dämmerung, denn bei Nacht sehen die glitzernden Lichter der Skyline toll aus!

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Und jetzt du: Auf welches Gebiet würdest du dich am ehesten in Auckland freuen? Welche der Auckland Sehenswürdigkeiten hat es dir besonders angetan?

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