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Weimar Sehenswürdigkeiten Top 25 – Das musst du gesehen haben

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Weimar in Thüringen (es gibt auch noch eins in den USA) ist eine meiner Lieblingsstädte in Deutschland. Hier ist alles so schnuckelig, voller geschichtsträchtiger Gebäude, pastellfarbenen Häusern, Museen, Parks und umringt von Schlössern. Kein Wunder, dass Goethe und Schiller hier so gerne ihre Zeit verbracht haben.

Hast du nicht viel Zeit, dir den gesamten Artikel durchzulesen (speichere und pinne ihn!); dann ist hier eine kurze Übersicht zur den Weimar

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Sehenswürdigkeiten Top 10:

  1. Goethes Gartenhaus
  2. Goethenationalmuseum
  3. Bauhausmuseum
  4. Anna Amalia Bücherei
  5. Schillerhaus
  6. Schloss Belvedere
  7. KZ Buchenwald
  8. Nietzsche Archiv
  9. Wittumspalais
  10. Weimarhaus

Weimar Sehenswürdigkeiten Karte:

Zur Weimar Card

Wenn du so viele Attraktionen in Weimar wie möglich in kurzer Zeit sehen willst, dann bietet sich die Weimar Card an. Die ist in der Touristen Information oder online erhältlich für 32,50€ und bietet dir Eintritt in Museen, eine kostenlose Stadtführung, Nutzung der Busse sowie Ermäßigungen.

Kann ich Weimar zu Fuß erkunden?

Auf jeden Fall! Gerade die Weimarer Altstadt ist leicht zu erlaufen, hier ist alles eben und leicht erschließbar. Die wichtigsten Tourismusattraktionen Weimars findest du hier. Wenn du die Schlösser oder das KZ sehen willst, kannst du die Buslinien nutzen.

Wenn du Ausflüge ins Weimarer Land planst, dann brauchst du definitiv ein Auto. Einige Ziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, aber es ist viel schneller und direkter, wenn du selber fahren kannst.


Goethes Gartenhaus

Mein ganz persönlicher Favorit unter den Sehenswürdigkeiten in Weimar ist das Gartenhaus von Goethe. Es befindet sich im Ilm-Park, den du von der Altstadt in Weimar betreten kannst und der sich über 1,6km Länge und einer Fläche von 48 Hektar erstreckt.

Der Zutritt zu den Gärten um das Gartenhaus ist kostenlos und zu jeder Jahreszeit schön, aber ganz besonders im Frühling und Sommer, wenn alles erblüht.

Um das Haus zu betreten, musst du entweder Eintritt zahlen oder kannst deine Weimar Card benutzen.

Goethe selbst lebte tatsächlich in dem kleinen Fachwerkhaus, nachdem er es in einem ziemlich heruntergekommenen Zustand 1776 erworben hatte. Es ist nicht hundertprozentig sicher, wofür es ursprünglich genutzt wurde. Es wird angenommen, dass es dem Weinbau und später dann dem Obst- und Blumenanbau diente.

Nach Goethes Tod wurde das Gartenhaus sofort ein beliebter Besuchermagnet in Weimar. Seit 1841 können Besucher das Haus besichtigen und seit 1995 auch in seiner originalen Pracht erleben.

Innerhalb des Hauses siehst du Goethes Arbeitszimmer und Bibliothek. Es ist alles recht spärlich, aber elegant eingerichtet.

  • Goethes Gartenhaus, Park an der Ilm, 99425 Weimar
  • Erwachsene 6,50 €, Ermäßigt 5,00 €, SchülerInnen (16-20 Jahre) 2,50 €
  • Winter Di-So 10-16 Uhr
  • Sommer Di-So 10-18 Uhr
  • Montags geschlossen
  • nicht barrierefrei
  • Webseite

Goethenationalmuseum

Ja, es gibt ein Goethe Gartenhaus und auch ein Goethehaus in Weimar. (Und in Frankfurt gibt es auch eines.) Goethe lebte eben in vielen verschiedenen Häusern.

Das Goethehaus (eigentlich Goethe-Nationalmuseum) liegt viel zentraler und ist gleichzeitig ein Museum, das interessante Einblicke in das Leben von Goethe und überhaupt zum Lebensstil während seiner Zeit liefert.

Das barocke Haus stammt von 1709 und war eines der vielen Häuser, in denen Goethe residierte. Ihm ging’s zu Lebzeiten recht gut.

Was findest du innerhalb des Museums zu Goethes Leben? Sein komplettes Wohnhaus inklusive originalen Einrichtungs- und Sammlungsgegenständen! Zum einen kannst du Goethes persönliche Bibliothek mit seinen stolze 5400 Bänden bestaunen. Er war ja sehr belesen.

Zum anderen, erhältst du einen Einblick in seinen Empfangsraum und sein Arbeitszimmer mit den Schreibtischen, an denen er geschrieben hat. Insgesamt beherbergt das Museum über 2000 wissenschaftliche Papiere und Zeichnungen.

  • Goethe-Nationalmuseum, Frauenplan 199423 Weimar
  • Erwachsene 12,50 €, Ermäßigt 9,00 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 4,00 €
  • Sommer Di – So 9:30 bis 18 Uhr
  • Winter Di – So 9:30 bis 16 Uhr
  • Montags geschlossen
  • Webseite

Bauhaus-Museum Weimar

Das Bauhaus-Museum ist ein Muss für alle Liebhaber des einflussreichen Kunst- und Lebensstils. In Weimar geboren, hat die Stilrichtung schnell seinen Erfolgszug quer durch Deutschland und dann in die USA geschafft.

Das Museum wurde 2019 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Staatlichen Bauhauses erbaut und ist klassisch im minimalistischen Bauhausstil gehalten. Von außen sieht es dennoch aber nicht wirklich fotogen aus, wenn du mich fragst. Aber es geht ja vor allem um die Exponate und davon gibt es 13.000 Objekte an der Zahl.

Drinnen findest du Hintergrundinformationen zu Gründer Walter Gropius sowie Einblicke in die Werke seiner Studenten und Künstler-/Architektenfreunde.

Natürlich schließt das die Tischlampe von Wilhelm Wagenfeld und Carl Jakob Jucker, die Teekanne von Marianne Brandt, der Lattenstuhl von Marcel Breuer oder Kunstwerke von Paul Klee und Lyonel Feininger mit ein.

Informationen zu Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen

  • Bauhaus-Museum Weimar, Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar
  • Erwachsene 10,00 €, Ermäßigt 7,00 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 3,50 €
  • Mi – Mo 9:30 bis 18 Uhr
  • Dienstags geschlossen
  • Webseite

Anna-Amalia-Bibliothek

Die Bibliothek ist definitiv eine der schönsten in Deutschland und ein richtiges Highlight in Weimar. Tatsächlich besteht die Bibliothek aus zwei Teilen: der historischen Bibliothek und dem neuen Studienzentrum.

Ersteres kannst du nach bezahlen der Eintrittsgebühr teilweise sehen. Zweiteres ist frei zugänglich und jeder ab 14 Jahren kann sich als Leser eintragen lassen. Das ist super, wenn du gerne Recherchen betreiben oder einfach Bücher ausleihen willst.

Dir ist aber bestimmt der Rokoko-Saal wichtiger, wenn du Weimar entdecken willst und noch nie zuvor hier warst. Dieser stammt aus dem Jahre 1766 und ist unglaublich prachtvoll mit wunderbaren alten Bänden und weißen Büsten von erhaben aussehenden Männern.

Er ist ziemlich klein, dennoch kannst du hier einige Zeit verbringen, indem du dir die vielen Details, das Gemälde und die Deckenbemalung genauer anschaust. Die Fürstenbibliothek Anna Amalia beherbergt Sammlungen vom 9. bis zum 21. Jahrhundert.

Leider nicht für reguläre Besucher zu besichtigen, aber dennoch richtig cool: die Wendeltreppe der historischen Bibliothek. Einer Sage zufolge entstand sie als Zeichen großer Liebe.

Denn damals gab es noch das Recht der ersten Nacht, dass besagte, dass der herrschende Fürst jede Frischvermählte in der Heiratsnacht für sich haben konnte. (Ziemlich widerlich, aber Frauen waren ja nicht wirklich etwas wert außer als Besitz.)

Das fand der Verlobte aber gar nicht toll und wettete, dass er einen riesigen Holzstamm in einer Nacht in eine Treppe verwandeln konnte, wenn der Fürst seine Finger von der Angetrauten ließe. Er war Zimmermann und hat es dann tatsächlich ganz alleine und in nur einer Nacht geschafft.

Nebenan vom Rokoko Saal befindet sich der Renaissancesaal, der Hintergründe zum schlimmen Brand von 2004, bei dem 50.000 Bücher komplett zerstört wurden, aufzeigt. Viele weitere Bücher wurden schwer beschädigt, andere konnten gerettet werden. Genaueres erfährt man in der Ausstellung „Restaurieren nach dem Brand“. Ich fand sie unglaublich informativ und anschaulich.

Es ist ratsam, sich im Voraus Karten zu sichern, denn manchmal sind sie Monate lang ausverkauft.

  • Platz der Demokratie 1, 99423 Weimar
  • 9 bis 16 Uhr
  • Montags und dienstags geschlossen
  • Webseite
gelbes Schillerhaus in Weimar
Schillerhaus

Schillers Wohnhaus

Goethe ist natürlich ein super Grund eine Weimar Reise anzugehen. Aber Schiller ist es ebenso. Warum also nicht das schmucke Wohnhaus Schillers in Weimar besichtigen?

Seine letzten Jahre verbrachte Friedrich Schiller in dem Kanariengelben Haus mitten im Stadtzentrum. Hier schrieb er „Die Braut von Messina” und „Wilhelm Tell“. Es ist sogar noch der Originalschreibtisch zu sehen (an dem er auch verstarb)!

Die Räume sind wunderbar zeitgenössisch hergerichtet, sodass es sich wirklich so anfühlt, als würde man in einem Empfangszimmer im 19. Jahrhundert stehen. Du kannst auch Mäuschen spielen und dich in den Diener- und Wirtschaftsräumen umsehen.

Im neueren Gebäude nebenan wird die Ausstellung ergänzt und du erhältst noch mehr Einblicke in sein Leben und Werk.

Das Wohnhaus wurde im Jahr 1777 fertiggestellt und Schiller zog 1802 ein. Vor ihm lebte ein Kaufmann hier und nach Schiller verblieb seine Frau Charlotte bis zu ihrem Tod in 1826. Danach wurde es verkauft, 1847 von der Stadt Weimar erworben und in eine Gedenkstätte umgewandelt.

  • Schillerstraße 12, 99423 Weimar
  • Erwachsene 8,00 €, Ermäßigt 6,50 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 3,00 €
  • Winter Di – So 09.30 bis 16 Uhr
  • Sommer Di – So 09:30 bis 18 Uhr
  • Montags geschlossen
  • barrierefreies WC
  • Webseite

Schloss und Park Belvedere

In der Gegend gibt es viele herrliche Burgen und Schlösser, aber meiner Meinung nach ist Belvedere eindeutig eines der schönsten Schlösser in Thüringen. Die Parkanlagen sind frei zugänglich und vor allem im Frühling und Sommer wunderschön.

Sie sind auch ein beliebtes Wochenendziel für Ausflüge innerhalb Thüringens und das ist total verständlich. Hier kann man gut entspannen, es gibt es Café, super Ausblicke über die Täler und Wälder, vielerlei verschiedene Minigärten und das Schlossmuseum.

Du kannst theoretisch vom Zentrum Weimars den ganzen Weg zum Schloss durch den Ilm-Park und weiter entlang des Flusses laufen. Oder du nimmst den Bus direkt zum Park oder steigst mit der Bahn in der Nähe aus. Eine Anfahrt mit dem Auto ist am leichtesten und es gibt auch einen Parkplatz.

Die Schlösser, Parks und Orangerie von Belvedere liegen südlich von Weimar auf einer Anhöhe und gehörten einst der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach. Die Familie nutzte die Anlagen als barocke Sommerresidenz Mitte des 18. Jahrhunderts.

Eigentlich war das ursprüngliche Gebäude als Jagschloss gedacht, doch dann nach französischem Vorbild in ein Lustschloss, Maison de plaisance, umgewandelt. Daher findest du auch viele kleine Häuschen, Minigärten, Statuen und Pavillons neben dem großen Landschaftsgarten.

Inzwischen wurden die Hauptgebäude zu Museen mit Ausstellungen zum Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts, inklusive vieler Porzellane, umgebaut. Auch eine Musikhochschule befindet sich auf dem Anwesen und du kannst oft die Proben hören. Die klassische Musik passt natürlich super zu dem Ambiente.

  • Schloss Belvedere, Weimar-Belvedere, 99425 Weimar
  • Erwachsene 6,50 €, Ermäßigt 5,00 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 2,50 €
  • Mi – So 11 bis 17 Uhr
  • Montags und dienstags geschlossen
  • Rollator- und Rollstuhlzugang
  • Webseite

KZ Buchenwald

Es ist kein schöner Ort in Weimar, aber ein wichtiges historisches Mahnmal. Das ehemalige Konzentrationslager sitzt am Ettersberg (in der Nähe der Ettersburg), entstand 1937 und es wurden 56.000 Menschen auf brutale Weise hier umgebracht.

Obwohl die meisten Gebäude schon lange nicht mehr stehen und man nur die Ausmaße des Lagers und der Gräuel erahnen kann, erhält man doch einen ziemlich erschreckenden Einblick, der einen noch einige Zeit nicht loslässt.

Die Gedenkstätte zeigt Einblicke in die Zeit sowohl des Konzentrationslagers als auch sowjetischen Speziallagers. Es finden sowohl Dauerausstellungen als auch temporäre Ausstellungen statt.

Gebäude, die besichtigt werden können sind das Lagergefängnis („Bunker“), Krematorium, Häftlingskantine und Desinfektionsgebäude.

Teil des KZ ist das von Weitem sichtbare KZ-Denkmal, das in der DDR als Nationaldenkmal für die Widerstandskämpfer errichtet wurde. Daneben befinden sich die Massengräber des KZ.

  • Buchenwald, 99427 Weimar
  • Nutzung von Multimediabegleitern 3-5 € pro Person
  • April bis Oktober Di – So 10 bis 18 Uhr
  • November bis März Di – So 10 – 16 Uhr
  • Montags geschlossen
  • Teilweise barrierefrei
  • Webseite

Wittumspalais

Das barocke Stadtpalais Wittumspalais wurde 1767 gebaut und war lange die Residenz von Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach. Ihr ehemaliges Wohnzimmer hat sogar noch die typische Ausstattung von 1800.

Mit seiner super zentralen Lage war es ein beliebter „Party“ Hotspot für unzählige Abendgesellschaften der Herzogin. Heutzutage ist es ein Barock-Museum, das die wunderschönen Möbel, Inneneinrichtung und Gemälde, die typisch für die Zeit waren, ausstellt.

  • Wittumspalais, Am Palais, 399423 Weimar
  • Erwachsene 6,50 €, Ermäßigt 5,00 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 2,50 €
  • Winter Di – So 10 bis 16 Uhr
  • Sommer Di – So 10.00 bis 18 Uhr
  • Montags geschlossen
  • barrierefrei
  • Webseite

Herderkirche

In Weimar gibt es viele Kirchen und eine der schönsten ist die Herderkirche. 1500 wurde die spätgotische Kirche fertiggestellt und den Heiligen Peter und Paul gewidmet. Aber nicht nur das, die Geschichte der Kirche ist super interessant.

Der berühmte Schriftsteller und Philosoph Johann Herder predigte mehrere Jahre hier und sein Grabmal befindet sich im westlichen Flügel.

Bei deinem Besuch solltest du unbedingt beim Garten vom Herder-Haus (im Torbogen hinter der Kirche) vorbeischauen. Ich finde den immer super schön, er liegt ruhig und man kann sich super entspannen.

Nietzsche Archiv

Bist du ein Fan von Friedrich Nietzsche? Dann solltest du das Nietzsche Archiv in Weimar sehen. Das Museum hat faszinierende Exponate zu bieten.

Es ist gänzlich dem bekannten Philosophen gewidmet und gleichzeitig erhältst du einen Einblick wie er lebte. Denn das Archiv befindet sich im Haus in dem er seine letzten Tage in Krankheit verbrachte.

Der belgische Architekt Henry van de Velde gestaltete das Haus im Auftrag der Schwester komplett um, von hölzernen Einbauten und Bodenbelägen hin zum Mobiliar. Im Rundgang kannst du Nietzsches Arbeitszimmer, Speisezimmer, den Bibliotheks- und Vortragsraum beschauen.

Eine Ausstellung beschäftigt sich besonders mit der Faszination von Nietzsche während des Nationalsozialismus.

  • Humboldtstraße 36, 99425 Weimar
  • Erwachsene 4,50 €, Ermäßigt 3,50 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 1,50 €
  • Mi-Mo 10 bis 18 Uhr
  • Dienstags geschlossen
  • Rollatorzugang möglich, Rollstuhlzugang möglich
  • Webseite
Schillerstraße in Weimar
Schillerstraße

Weimarhaus

Die Ausstellungen des Weimerhauses beschäftigen sich mit der regionalen Geschichte, die durch die verschiedenen Themenräume mit lebensgroßen Figuren hautnah erlebbar gemacht wird. Sie erstreckt sich von der Steinzeit bis hin zur klassischen Epoche und behandelt unter anderem die Weimarer Klassik und Tafelrunde Napoleons.

Wenn du Weimar mit Kindern erkundest, ist das eines der schönsten Sehenswürdigkeiten für die Kleinen. Im Foyer befindet sich ein Souvenirshop, bei dem du dich mit typischen Weimar Mitbringseln eindeckden kannst.

Das Museum ist gar nicht zu verfehlen, zeigt doch eine große Goethe Figur direkt auf den Eingang von einer der meistbesuchtesten Straßen des Stadtzentrums.

  • Schillerstrasse 1699423 Weimar
  • Erwachsene 7,00 €, Ermäßigt 5,00 €, Senioren 6,00 €, Kinder und Jugendliche (7 bis 14 Jahre) 4,00 €
  • Webseite

Das waren meine persönlichen Top 10 Sehenswürdigkeiten in Weimar. Was kann man noch in Weimar sehen und unternehmen? Noch viel mehr! Weiter geht’s!

Liszt Haus

Das Liszt Haus befindet sich westlich vom Ilmpark und wirkt zwar schlicht, ist aber trotzdem super schön. Das Hofgärtnerhaus zeigt das Leben und Wirken eines der größten Komponisten, den die Welt je gesehen hat.

Franz Liszt lebte hier von 1869 bis 1886, wo er verstarb. Bereits im darauffolgenden Jahr wurde das Haus als Komponistengedenkstätte eröffnet. Besucher erhalten Zugang zum Musiksalon und Liszts Arbeitszimmer mit dem original Bechstein-Flügel, welchen er für seine Fingerübungen benutzt hat.

  • Marienstraße 17, 99423 Weimar
  • Winter Mi – Mo 10 bis 16 Uhr
  • Sommer Mi – Mo 10 bis 18 Uhr
  • Dienstags geschlossen
  • Erwachsene 4,50 €, Ermäßigt 3,50 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 1,50 €
  • Webseite

Lucas Cranach Haus

Den Maler Lucas Cranach kennst du bestimmt aus dem Zeichenunterricht aus deiner Schulzeit. Sowohl Lucas Cranach der Ältere als auch sein Sohn Lucas Cranach der Jüngere lebten in diesem schicken Renaissance Gebäude in Weimar.

Wenn du auf dem Marktplatz von Weimar stehst, kannst du das bunte Haus gar nicht übersehen. Es fällt richtig auf und ist das linke der fast identischen Häuser. Cranach d.Ä. verbrachte leider nicht viel Zeit in dem schönen Haus, denn er verstarb nach nur einem Jahr. Übrigens: Wusstest du, dass Goethe und Cranach verwandt sind?

Das Haus selber ist nicht mehr zugänglich, aber darunter liegt der Keller, in dem sich das Theater im Gewölbe befindet. Hier werden regelmäßig Vorstellungen aus dem goldenen Zeitalter Weimars aufgeführt – von Goethe, Schiller und Shakespeare.

Auf diesem Wege kannst du es dann doch teilweise besuchen.

Haus am Horn

Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit in Weimar für Bauhaus-Fans ist das Haus am Horn. Es ist tatsächlich das einzige Gebäude die das Bauhaus in Weimar umgesetzt hat. (Andere stehen zum Beispiel in Dessau und Stuttgart.)

Es war ursprünglich als Versuchshaus konzipiert, quasi als begehbare Bauhaus-Ausstellungsstück. Besucher können alle Räume besichtigen und die typischen Bauhaus-Möbel erleben. Kein Wunder, dass es ins UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde.

  • Haus Am Horn, Am Horn 61, 99425 Weimar
  • Erwachsene 4,50 €, Ermäßigt 3,50 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 1,50 €
  • Winter Mi – Mo 10 bis 16 Uhr
  • Sommer Mi – Mo 10 bis 18 Uhr
  • Dienstags geschlossen
  • Barrierefrei, Führungen für blinde und sehbehinderte Besuchergruppen möglich
  • Webseite

Parkhöhle

Der Weimarer Ilm-Park ist nicht nur von oben schön, sondern auch von unten. Du kannst nämlich durch die Höhlen unterhalb des Parks laufen. Die Parkhöhle ist zwar nicht groß, aber groß genug, um damals als Bierlager von Herzog Karl August zu dienen.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Höhle als Bunker genutzt und weiter ausgebaut. Heutzutage kann man geführte Touren durch die Tunnel machen und der Eingang ist neben der Universitäts-Mensa und dem Liszt Haus versteck. Die Stelle heißt „Nadelöhr”.

  • 99425 Weimar
  • Mo – Mi 10 bis 18 Uhr
  • Erwachsene 4,50 €, Ermäßigt 3,50 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 1,50 €
  • Webseite

Deutsches Bienenmuseum

Eine weitere Attraktion im Ilm-Park ist das Bienenmuseum. Bienen sind das Tier des Jahres 2020 und daher ein guter Grund ins Deutsche Bienenmuseum zu gehen, wo sich alles um Imkerei und Bienen dreht.

Das Haus gehörte dem Priester Ferdinand Gerstung, der es 1907 in das „Reichs-Bienenzuchtmuseum“ umwandelte. Danach war es eine Zeit lang eine Gaststätte und beherbergt heutzutage Dauer- und Kurzhaustellungen.

Es wurde mir zugetragen, dass die Kuchen hier die besten der ganzen Stadt sind.

  • Ilmstraße 3, 99425 Weimar
  • Di – So 10 bis 18 Uhr
  • Montags geschlossen
  • Webseite

Park an der Ilm

Überhaupt ist der Park an der Ilm ein Ort in Weimar, den du gesehen haben musst. Es ist einfach schön hier, man kann gut spazieren, es ist grün, ruhig und es gibt romantische Ecken mit schönen Statuen und Monumenten.

Damals im 18. Jahrhundert wurde der Park unter der Leitung Goethes geplant und entsprach ganz den klassischen Idealen mit romantischen Elementen. Alles fürs perfekte Flanieren.

Essentiell sind beispielsweise die Sichtachsen am Anfang des Parks von der aus man die Brücken und Gebäude des Parks sehen kann: das Goethe-Gartenhaus, das römische Bad und die Shakespeare Statue.

Mein Lieblingsbau ist die Turmruine nahe des Charlotte-Stein Hauses. Natürlich war der Bau nie wirklich ein Turm oder eine Ruine. Teil der Romantik war, die „guten alten Zeiten“ zu romantisieren und der stetige Wandel der Zeit einzufangen. Und das eben auch durch gefakte Ruinen.

Der Park selbst wurde sogar ins UNESCO Weltkulturerbe als Teil vom „Klassischem Weimar“ aufgenommen.

  • Ilmstraße, 99423 Weimar
  • Rund um die Uhr geöffnet, kostenlos
  • Zumeist eben

Stadtschloss

Es gibt einige schöne Schlösser in der Umgebung zu bieten und das wohl offensichtlichste ist das Stadtschloss in Weimars Mitte.

Derzeit wird es saniert (bis voraussichtlich 2030) und das Museum und der Innenhof sind daher nicht zugänglich. Lediglich die Dichterzimmer sollen begehbar gemacht werden. Aber auch von außen bietet es einen schönen Anblick und liegt eh auf dem Weg zum Park an der Ilm.

Das Schloss diente fast 400 Jahre lang als Residenz der Herzöge von Sachsen-Weimar und Eisenach und war das kulturelle Herz der Stadt.

  • Stadtschloss Weimar, Burgplatz 4, 99423 Weimar
  • Derzeit wegen Umbauten geschlossen
  • Webseite

Atrium

Mitten in Weimar liegt die riesige, ehemalige Halle der Volksgemeinschaft, die 2005 in ein mehrstöckiges Einkaufszentrum umgewandelt wurde. Du findest alle möglichen Modeläden wie H&M und Pimkie sowie Drogerien, ein Restaurant und – ganz wichtig – ein 3D Kino.

Auch, wenn du nicht ins Kino gehst, solltest du dir kurz den obersten Stock angucken, denn er wurde wie „Venedig“ angemalt dekoriert.

  • Friedensstraße 1, 99423 Weimar
  • 8 bis 24 Uhr geöffnet
  • Sonntags geschlossen
  • Webseite

Herrmann die Kakerlake

Eines der schrägsten Sehenswürdigkeiten in Weimar ist Herrmann die Kakerlake. Das Krabbeltier lebt im Mineralien- und Fossilienhandel in einer Kokosnuss und liebt es, den Besuchern (nur nach vorherigem OK) ganz nah zu kommen.

Keine Sorge, er ist ganz handzahm. Auch der Laden ist ziemlich cool. Steine, Fossilien, getrocknete Pflanzen und Insekten aus der ganzen Welt finden hier Platz und können erworben werden. Du findest sicherlich einzigartige Souvenirs hier.

  • Mineralien- und Fossilienhandel Peter Gensel, Schillerstraße 6, 99423 Weimar
  • Mo – Sa 10 bis 18 Uhr
  • So 12 bis 18 Uhr
  • Webseite

Ost-Shop

Die DDR gibt es schon lange nicht mehr, aber viele sind immer noch ostalgisch. Hier kommt der Ost-Shop ins Spiel! Von Ampelmännchen hin zu Radiergummi-Trabbis kannst du in Erinnerungen oder Retro-Objekten schwelgen.

Es ist interessant sich einfach mal umzuschauen und es muss nicht immer nur Deko sein, die du dir mit nach Hause nehmen kannst. Es gibt klassische Logos, wie Pustefix, als Print auf Shirts, Sticker und vielen Produkten von früher.

  • Windischenstraße 4-699423 Weimar
  • Mo – Sa 10 bis 18 Uhr
  • Webseite

Neues Museum Weimar

Für Kunstliebhaber ist das Neue Museum ein wichtiges touristisches Ziel in Weimar. Es liegt um die Ecke vom Atrium und war ehemals ein Großherzogliches Museum und tatsächlich eines der ersten deutschen Museumsbauten überhaupt!

Innerhalb des Museums werden Werke der frühen Moderne der Weimarer Malerschule bis zu Henry van de Velde ausgestellt. Es gibt sogar eine Museumswerkstatt, bei der du selbst Hand anlegen kannst.

  • Museum Neues Weimar, Jorge-Semprún-Platz 5, 99423 Weimar
  • Erwachsene 8,00 €, Ermäßigt 6,50 €, SchülerInnen (16 – 20 Jahre) 3,00 €
  • Mi – Mo 10.00 – 18.00
  • Dienstags geschlossen
  • Webseite

Zwiebelmarkt

In Weimar ist immer irgendwas los, aber eines der größten und buntesten Feste ist der jährliche Zwiebelmarkt am zweiten Oktoberwochenende.

Es dauert ganze drei Tage und alles im alten Stadtzentrum Weimar steht unter dem Motto „Zwiebel“. Es gibt Zwiebelstände mit Zwiebeldekoration, Zwiebelessen, Zwiebelschmuck, Zwiebelfiguren und so weiter.

Man muss nicht mal den Geschmack von Zwiebeln mögen, um den Markt zu besuchen. Als Kind fand ich besonders die Zwiebel-Bonbons grausam, aber die vielen anderen Dinge, die man kaufen kann, sind eine Schnuppertour quer entlang der Schillerstraße und auf den Marktplatz wert.

Hotel Elefant

Eines der beliebtesten Hotels in Weimar ist das historische Hotel Elefant. Jeder, der etwas auf sich hält, steigt hier ab, wie damals Walter Gropius, Lyonel Feininger oder Udo Lindenberg. Sogar Thomas Mann hat das Hotel in seinem Roman “Lotte in Weimar“ verewigt.

Im Jahr 1696 war es noch eine ganz normale Taverne, die dann 1938 renoviert und in eines der modernsten europäischen Hotels verwandelt wurde. Mit Autofahrstuhl!

Das Hotel bietet ein Restaurant mit thüringischer Küche und du kannst selbstverständlich auch hier übernachten, ohne berühmt zu sein. Schaue nach derzeitiger Verfügbarkeit gleich hier*.

Johanneskirche

Eine weitere wichtige Kirche in Weimar ist die Johanneskirche in der Tiefurter Allee. Auch sie ist recht unscheinbar, was sie aber so besonders macht, ist ihre Geschichte.

Wie die moisten Kirchen der Stadt Weimar wurde sie in den 1930ern errichtet. Sie ist protestantisch-lutheranisch und wird sogar im Winter beheizt.

Das wichtigste Merkmal der Kirche ist das Grab von Lucas Cranach dem Älteren. Das selbst kannst du nicht wirklich sehen, denn sein Grab befindet sich unter der Kirche. Aber dafür seine Grabplatte, die am südlichen Flügel an der Außenwand angelehnt ist.

  • Tiefurter Allee 2b, 99425 Weimar

Weitere sehenswerte Orte in Weimar:

  • Theater Weimar
  • Haus Hohe Pappeln
  • Fürstengruft
  • Goethe-und-Schiller-Archiv
  • Shakespeares

Welche Weimarer Sehenswürdigkeiten interessieren dich am meisten? Hast du vielleicht schon welche besucht? Ich würde mich über deinen Kommentar freuen.

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