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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Shibamata, Tokio

Straßen von Shibamata in Tokio

Kennst du Shibamata in Tokio schon? Der Stadtteil der japanischen Hauptstadt ist ein richtiger Anzugsmagnet für japanische Touristen, aber außerhalb Japans ist es weniger bekannt. Warum aber auch du die Sehenswürdigkeiten in Shibamata nicht verschmähen solltest, erfährts du jetzt.

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Wo liegt Shibamata?

Shibamata (柴 又) ist ein Stadtteil von Tokio am östlichen Ende der japanischen Stadt. Es liegt eng an der Grenze zur benachbarten Präfektur Chiba, von der es durch den Edogawa Fluss getrennt wird.

Während der Edo-Zeit (1603-1868) gehörte es überhaupt nicht zu Tokio (Edo). Heutzutage ist die Gegend ziemlich lebhaft, aber es gibt noch ein paar andere Dinge, die man in Shibamata tun kann.

Lohnt sich ein Besuch in Shibamata?

Wenn du ein paar Tage in Tokio verbringst, dann kannst du ruhig bei Shibamata vorbeischauen. Es dauert über eine Stunde herzukommen und man muss mehrfach umsteigen. Aber dafür wird man mit relativ leeren Straßen und einer richtig ruhigen Atmosphäre belohnt.

Ich selbst suchte mir sogar eine Unterkunft über Airbnb in Shibamata, als ich einen Monat in Tokio verbrachte. Hier fühlte es sich total entspannt an (vor allem am Fluss) und gerade, wenn man es eher weniger lebhaft und bunt mag, ist das der ideale Ort.

Tatsächlich versprüht es den Charme des alten Tokio mit seiner altmodischen Einkaufs- und Restaurantstraße Taishakuten Sando und der Statue von Tora-San.

Tora-San Statue beim Shibamata Bahnhof
Tora-San Statue beim Shibamata Bahnhof

Die 10 besten Shibamata Sehenswürdigkeiten

1-2. Tora-san + Museum

Dank der populären Fernsehfilmreihe aus den Sechzigern „Es ist schwer, ein Mann zu sein“ (Otoko wa tsurai yo) ist Tora-San zu einer Ikone der japanischen Filmografie geworden. Er ist quasi ein Antiheld, dessen Verkaufsreisen in den Filmen beschrieben werden. Seine Heimat ist Shibamata, welches in den Filmen immer kurz gezeigt wird.

Was ihn so beliebt machte, war sein Herz aus Gold und seine große Klappe. Insgesamt war er der Protagonist von 48 Filmen, die in einem Zeitraum von 26 Jahre (von 1969 bis 1995) gedreht wurden. Damit hält er den Rekord für die längste Filmreihe.

Ihm zu Ehren steht eine Shibamata Tora-San Statue direkt am Bahnhof sowie im gleichnamigen Filmmuseum. In diesem können Filmartefakte bestaunt und ein Blick hinter die Kulissen verschiedener „Otoko wa Tsurai yo“-Filme geworfen werfen.

Aber selbst wenn du noch nie einen seiner Filme gesehen hast, bekommt man durch das Museum einen super Einblick wie das Leben in Tokio in den Sechziger Jahren ausgesehen hat.

  • Gebühr: 500 Yen (Erwachsene), 300 Yen (Grund- und Mittelschüler); ¥ 550 (kombiniertes Ticket mit Yamamoto-tei)
  • Adresse: Japan, -125-0052 Tokio, Katsushika, Shibamata, 6 Chome – 22−19
  • Öffnungszeiten: 9 bis 17 Uhr täglich
  • Telefon: +81 3-3657-3455

3. Yamada Yoji Museum

Passend zum Museumsbesuch in Tora-Sans Welt kann auch mit einer Kombi-Karte das Yamada Yoji-Museum besucht werden. Das Museum besteht nur aus einem Raum und es gibt wirklich nicht viel zu sehen. Es liegt aber direkt nebenan.

Wie der Name schon sagt, ist es ganz Yamada Yoji gewidmet, der den Großteil der Filmreihe Tora-san inszeniert hat. Wenn du keinen Bezug zur Filmreihe hast, kannst du dir den Besuch sparen.

  • Gebühr: ¥ 100, Kinder sind frei
  • Adresse: Japan, -125-0052 Tokio, Katsushika, Shibamata, 6 Chome – 22−19
  • Öffnungszeiten: 9-17 Uhr täglich
  • Telefon: +81 3-3657-3455

4. Taishakuten Sando (帝 釈 天 参 道)

Nur einen Steinwurf vom Bahnhof Shibamata entfernt findest du die schöne Einkaufs- und Restaurantstraße Taishakuten Sando.

Taishakuten Sando ist nur 200 Meter lang und führt Sie direkt zum Eingang des Shibamata Taishakuten Tempels. Es ist der beste Weg, um stilvoll zum Tempel zu gelangen oder sich einfach nur umzusehen.

Mach es wie die Einheimischen und schnappe dir einen Plastikbecher voller Bier und einen Grillspieß als Snack für zwischendurch.

Das ist lecker, macht aber nicht satt. Daher solltest du dir auch einen Besuch in einem der authentischen japanischen Restaurants von Taishakuten Sando gönnen. Die erkennst du an den Holzschildern.

Drinnen ist es recht altmodisch eingerichtet, aber genau das erwartet man ja in Shibamatas Taishakuten Sando. Was du aber nicht erwarten solltest, sind englischsprachige Menüs. Schau dir also das Essen vorher ab oder bestelle eine typische Mahlzeit, die du kennst. Das Essen ist es jedenfalls absolut wert! Ich fand es richtig lecker.

  • Was es zu essen gibt: Kusa-Dango (Knödel mit Klebreis), Kuzu-Mochi (japanischer Pfeilwurz-Reiskuchen), Dorayaki (gefüllte Pfannkuchen)
  • Adresse: Japan, -125-0052 Tokio, Katsushika, Shibamata, 7 Chome – 10−3

5. Taishakuten Daikyo-ji Tempel (柴 又 帝 釈 天)

Nach deinem Spaziergang entlang der Straße Taishakuten gelangst du zum wunderschönen tempel von Shibamata, dem Taishakuten. Er ist die herausragendste Shibamata Attraktion und auch kostenlos zu besuchen. Schreite durch das imposante Eingangstor, Nitenmon-Tor genannt, und werfe einen Blick auf den Glockenturm nebenan.

Schau auch, ob du die 500 Jahre alte Kiefer entdecken kannst, die einem Drachen ähneln soll. Dahinter steht auch schon die Taishakudo-Halle mit ihren berühmten Holzschnitzereien aus den 1920er und 30er Jahren.

Übrigens hat der gleiche Künstler, der diese Schnitzereien angefertigt hat, hat auch den Tempel Toshogu in Nikko dekoriert. Aber hier ließ er die Farbe weg. Außerdem werden die Schnitzereien und Gemälde nur einmal im Jahr mit einem weichen Pinsel gereinigt, wodurch sie ihre Schönheit behalten.

Wenn es regnet, suche Schutz unter dem überdachten Gehweg, der die wunderschönen japanischen Gärten im hinteren Teil des Shibamata Taishakuten-Tempels umgibt.

  • Adresse: Japan, -125-0052 Tokio, Katsushika, Shibamata, 7 Chome – 10−3
  • Telefon: +81 3-3657-2886

6. Yamamoto-tei (am 本 亭)

Von Daikyo-ji aus kannst du zu Yamamoto-tei gehen, einer ehemaligen Kaufmannsresidenz. Schaue dich an diesem Ort etwas um, denn er bietet eine einzigartige Mischung aus japanischer und westlicher Außen- und Innenarchitektur.

Er besitzt auch einen typischen japanischen Garten auf der Rückseite und man kann hier entspannen und sich Tee und Süßigkeiten im Yamamoto-tei holen.

  • Gebühr: 400 Yen; kostenlos für Kinder bis 16 Jahre; ¥ 500-600 (Teestube)
  • Adresse: Japan, -125-0052 Tokio, Katsushika, Shibamata, 7 Chome – 19−32
  • Öffnungszeiten: 9-17 Uhr täglich
  • Telefon: +81 3-3657-8577

Magst du eine geführte Tour durch Tokio per Wassertaxi? Buchen kannst du hier* (und es ist stornierbar bis 24h vor Antritt.)

7. Yagiri no Watashi

Chidorigafuchi und Ueno Park sind nicht die einzigen Orte in Tokios Parks, bei denen du eine kleine Bootstour machen kannst. In Shibamata ist es dir möglich, den Edogawa-Fluss zu überqueren und nach Chiba zu gelangen.

Die Überfahrt ist eine richtige lokale Attraktion in Shibamata, da es die einzige traditionelle Bootsüberfahrt ist, die in Tokio noch übrig bleibt. Der Weg vom Bahnhof Shibamata zum Boot dauert 15 bis 20 Minuten zu Fuß und von hier aus ist es nicht weit von den Museen von Shibamata.

Der Fluss wurde übrigens in dem beliebten Lied „Yagiri no Watashi“ von Takashi Hosokawa erwähnt, was es wohl so beliebt gemacht hat. Denn am anderen Ufer gibt es nicht wirklich etwas zu sehen. Hier gibt es nur Gras.

Die Überfahrt dauert etwa zehn Minuten und bis zu 30 Personen können im Boot Platz nehmen. Wenn du also eine Bootsfahrt machen willst, dann am besten mit einem Rückticket.

  • Gebühr: JPY 200 (Erwachsene, einfache Fahrt), 100 (Kinder, einfache Fahrt)
  • Adresse: 7-18 Shibamata, Katsushika-ku, Tokio
  • Sommerzeit: 10-16: 30 Uhr täglich
  • Winterstunden: 10-16: 30 Uhr an Wochenenden, Nationalfeiertagen und Tempelfesttagen

8-10. Tempel und Schreine

Neben Shibamata Taishakuten verblassen alle anderen Tempel und Schreine in Shibamata. Aber natürlich gibt es noch andere zu bewundern und da alle recht dicht beieinander liegen, lässt sich ein Besuch super kombinieren. Da gibt es den Manpukuji-Tempel (Fukuroku-ju).

Etwas weiter entfernt befindet sich der Shinshoin-Tempel (Benza-ten), direkt neben dem Shibamata Nordpark und der Bushaltestelle Shibamata Taishakuten.

Gegenüber der Straße und hinter den Schienen kann man schon den Shibamatahachiman-Schrein sehen. Wenn du noch Energie hast, dann mache einen Spaziergang zum Kanzoji-Tempel (Juro Jin).

Wie komme ich zur Shibamata Station?

Um nach Shibamata von Tokios Stadtzentrum zu gelangen, braucht man keinen JR Railpass*, da dieser nicht die gesamte Strecke einschließt. Damit kann man nur die Yamanote-Linie nutzen, um nach Asakusa zu gelangen.

Von dort aus geht es mit der Asakusa-Linie in Richtung Oshiage. Nicht aussteigen, denn die Bahnlinie wird automatisch zur Keisei-Hauptlinie.

Am Bahnhof Keisei-Takasago muss man dann in die Linie Keisei-Kanamachi wechseln und eine Station fahren. Die Shibamata Station ist die letzte Station. Die kann man gar nicht verpassen.


Die beste Zeit, um Shibamata zu besuchen

Shibamata ist in vielerlei Hinsicht ein zeitloser Ort und es spielt im Grunde keine Rolle, zu welcher Jahreszeit du die Gegend besuchst. Die typischen Aktivitäten in Shibamata sind nicht saisonabhängig.

Aber wie bei jeder Japanreise ist natürlich die allerschönste Zeit die Kirschblütensaison. Tatsächlich habe ich Shibamata auch in meiner Liste der besten Orte für Hanami in Tokio gelistet.

Wenngleich es nicht viele Kirschbäume vor Ort gibt, ist die Promenade am Damm neben dem Fluss doch echt schön. Außerdem gibt es noch schöne pinke Obstbäume in der Nähe des Taishakuten Daikyo-ji-Tempels.

Wichtig ist aber, dass man nicht am späten nachmittag vorbeischaut, denn viele Stände und Läden haben dann schon zu, inklusive von Taishakuten Sando und den Museen.

Lohnt sich ein Shibamata Besuch?

Ehrlich gesagt gibt es in Shibamata in Tokio nicht so viele Dinge zu tun und es ist nicht der aufregendste oder lebendigste Teil der Stadt. Aber gerade das macht es so charmant.

Tatsächlich habe ich hier einen Monat lang eine Airbnb-Wohnung gemietet und es hier geliebt. Es war wie vor Ort zu wohnen. Super entspannt und unaufgeregt. Hier gibt es kein buntes Treiben wie bei Harajuku oder Shinjuku. Das Tempo ist hier auch viel langsamer.

Hat Shibamata es dir dennoch angetan?

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